Bausparen Infos + Tipps: Die richtigen
Entscheidungen treffen.
Wer will schon gern bei der wichtigen
Entscheidung zum Bausparvertrag gravierende Fehler machen?
Ein Bausparvertrag wird zur Finanzierung von
Wohneigentum eingesetzt. Das ist zumindest die Hauptaufgabe von einen
Bausparvertrag. Der Bausparvertrag wird mit einer Bausparkasse
abgeschlossen. Die Höhe der Bausparsumme kann frei gewählt werden. Zum
Zeitpunkt des Abschlusses des Bausparvertrags wird im Vertrag ein
Prozentsatz festgelegt bis zu dem der Bausparvertrag eingespart werden
muss, damit er zuteilungsreif wird. Sobald in diesem eine Ansparsumme
erreicht ist, wird der fehlende Teil des Geldes als Bauspardarlehen gewährt.
Wenn der festgelegte Prozentsatz der Bausparsumme erreicht ist, wird der
Bausparvertrag zuteilungsreif. Der Bausparer kann dann über die gesamte
Summe des Bausparvertrags (angesparte Summe plus Darlehen) verfügen und für
seine Wünsche einsetzen. Die Bausparkasse kann diese Zuteilung und die
Verfügung auf die Gesamtsumme nicht verweigern. Der Bausparer hat einen
Rechtsanspruch auf das Bauspardarlehen, egal wie die gesamtwirtschaftliche
Lage Deutschlands oder des Kreditinstitutes ist.
Sie möchten hohe Zinssätze?
Den Bausparvertrag kann man als Anlageform für vermögenswirksame
Leistungen nutzen, zur Gewährung der Arbeitnehmersparzulage und auch zur
Nutzung der Wohnungsbauprämie. Dieser Hintergrund macht den Vertrag so
attraktiv. Die Höhe des Bauspartarifs wird durch die Zinssätze bestimmt.
Die Zinssätze sind einerseits der Zins und andererseits der Darlehenszins
für das noch nicht eingezahlte Geld. Bestimmende Faktoren beim
Bausparvertrag sind weiterhin die Ansparzeit, die Tilgungszeit, das
Mindestguthaben bei der Zuteilung, die eventuell vereinbarte
Mindestvertragsdauer, die Abschlussgebühr sowie Regelsparbeiträge und
Tilgungsbeiträge.
Bei einer Bausparkasse haben sie in der Regel die
Wahl zwischen unterschiedlichen Bauspartarifen. Es gibt die Standardtarife
für den normalen Bausparvertrag, aber auch eine schnellere Vorgehensweise
bei den Schnellspartarifen und eine langsamere Vorgehensweise bei den
Langzeittarifen. Vieles ist bei den Bausparkassen möglich. Viele
Bausparkassen bieten auch individuell anpassbare Tarife an. Sie müssen
nur Fragen und die Tarifstruktur an ihrer finanziellen Möglichkeiten
anpassen. Der normale Standardtarif geht über 18-20 Jahre, wobei mit
einer ein Sparzeit von acht Jahren gerechnet wird, bis der Bausparvertrag
zuteilungsreif ist.
Während der Sparphase wird vom Bausparer in der
Regel monatlich ein Betrag eingezahlt (aber auch vierteljährlich oder
andere Zeiträume sind möglich), bis das Mindestsparguthaben erreicht
ist. Es muss mindestens der Regelsparbeitrag geleistet werden. Der
Regelsparbeitrag beträgt zwischen 0,3 % und ein Prozent der ausgewählten
Bausparsumme. Sofern man nicht in den Bausparvertrag einzahlt, ob man nun
nicht gewillt oder nicht kann, ist die Bausparkasse berechtigt den Vertrag
zu kündigen.
Unter dem Begriff Zuteilung versteht man die Freigabe
des Bausparvertrages durch die Bausparkasse. Der Gesamtbetrag des
Bausparvertrags wird ausgezahlt. Das Guthaben muss allerdings nicht
abgerufen werden, es kann auch weiterhin bei der Bausparkasse belassen
werden. Die Entscheidung hängt vom Bausparer ab. Wichtig ist natürlich für
die Zuteilung, dass auch die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt worden
sind. Die Zuteilungsvoraussetzungen sind genau in den allgemeinen Geschäftsbedingungen
des Bausparvertrags festgelegt und sind durchaus nicht immer einheitlich.
Die Bausparvertragbedingungen variieren je nach Tarif und nach
Bausparkasse. In der Regel sind die Zuteilungsbedingungen aber die
folgenden:
1. das Mindestguthaben wird zumeist auf 40-50 % des
Bausparvertrags festgelegt. Die Summe setzt sich aus den Einzahlungen des
Bausparers und den vermögenswirksame Leistungen zusammen. Dazu kommen
noch die gutgeschriebenen Zinsen und Wohnungsbauprämien. 2. die
Mindestvertragsdauer muss erreicht sein. Die Mindestvertragsdauer ist ein
Zeitraum, der zwischen Abschluss des Bausparvertrags und der Zuteilung
liegen muss. Es ist nicht möglich, einen Bausparvertrag abzuschließen
und die Mindestansparsumme innerhalb von wenigen Monaten oder sogar Tagen
zu bezahlen, um ein günstiges Darlehen zu erhalten. 3. Des weiteren muss
eine Mindest Bewertungszahl erreicht werden. Diese Mindestbewertungszahl
ist vertraglich festgelegt. Bitte schauen Sie unter diesem Begriff in
ihren Vertrag. Die Bewertungszahl des Bausparvertrags wird von der
Bausparkasse berechnet und ist bei jeder Bausparkasse individuell und
anders. Diese Bewertungszahl kann durch sie nicht beeinflusst werden. Die
Bewertungszahl berechnet sich aus der Gesamtheit der bestehenden
Bausparverträge, den darin vereinbarten Tarifen, denen von allen
Bausparern einer Bausparkasse eingezahlten Geldern und vielen anderen
Dingen, die jeweils individuell für eine Bausparkasse sind. Man sollte möglichst
vor dem Abschluss eines Bausparvertrags sich nach der Bewertungszahl für
einen zuteilungsreifen Bausparvertrag erkundigen. Es gibt in
Bausparkassen, die wesentlich mehr Kunden haben und wesentlich mehr
zuteilungsreife Bausparverträge, woraus eine bessere oder schlechtere
Mindestbewertungszahl resultiert.
Während der Darlehensphase wird das Bauspardarlehen
abgezahlt. Bereits beim Abschluss des Bausparvertrags wird der Zinssatz für
das Darlehen festgelegt. Sie wissen also genau, wie hoch ihre Belastung
sein wird. Das ist von Vorteil, insbesondere wenn man mit steigenden
Zinsen in der Zukunft rechnet. Ein schöner Vorteil von einem
Bauspardarlehen ist, dass man es zu jeder Zeit ganz oder auch teilweise
zurückzahlen kann, ohne dass dabei die sonst immer zu zahlenden Vorfälligkeitsentschädigungen
anfallen. Wenn Sie also ausreichend Geld haben und vielleicht der
Bausparkredit hoch verzinst ist, kann es sich lohnen das Bauspardarlehen
abzuzahlen und dafür einen anderen Kredit aufzunehmen. Es hängt immer
von der aktuellen wirtschaftlichen Phase und dem Zinsniveau ab.
Wer es noch nicht weis, ein Bausparvertrag lässt
sich in unterschiedliche zeitliche Abschnitte einteilen: Es gibt beim Bausparen
vor allem drei Hauptphasen. Welche das sind, kann man bei hilfreich.de
nachlesen.