Depot: Die richtige
Entscheidung treffen.
Wer will schon gerne bei seinem Depotkonto viel
zu viel Geld für Verwaltung, Kauf und Verkauf von Wertpapieren bezahlen?
Definition: Ganz einfach ausgedrückt ist ein Depot
(Wertpapierdepot) ein Konto, in denen die von einer Einzelperson oder von
einem Unternehmen gehaltenen Wertpapiere aufgelistet sind.
Dieses Konto wird ausschließlich für den Ankauf und
den Verkauf sowie für die Übertragung von Wertpapieren benutzt. Sofern
man Investmentfonds handelt, wird auch der Begriff Anlagekonto benutzt.
Die meisten Banken erheben für die Verwaltung von
einem Depotkonto die so genannten Depotgebühren. Insbesondere kleinere
Banken und Sparkassen und auch die meisten großen Banken verlangen
Depotgebühren. Sie benötigen diese Zahlungen zur Deckung ihrer Unkosten
beim Wertpapierhandel. Das ist aber nicht immer so und viele Banken
finanzieren sich über andere Einnahmequellen. So gibt aber viele große
Banken und Direktbanken, die keine Depotgebühren verlangen oder unter
bestimmten Bedingungen keine Depotgebühren verlangen. Hier müssen sie
genau aufpassen, wo sie ein Depotkonto einrichten. Wichtig ist einfach,
wie sie ein Depot benutzen. Wenn sie in das Depot einzahlen und dieses
Konto für 10, 20 oder 30 Jahre liegen lassen und dann eventuell später
oder für die Rente nutzen wollen und einfach die Wertsteigerung verwenden
wollen, dann ist ein kostenloses Depot genau das Richtige für sie. Da mag
die Bank noch so hohe Gebühren für Ankauf und Verkauf von Wertpapieren
verlangen, sie kaufen ja nicht an und sie verkaufen auch nicht, jedenfalls
über einen ganz langen Zeitraum. Das Depot ist kostenlos, sie bekommen
jedes Jahr ihre Bescheinigung, ebenfalls kostenlos und Sie haben einen
guten Überblick, wenn das Konto online geführt wird. Häufig werden
kostenlose Depotkonten dann angeboten, wenn sie über einen bestimmten
Mindestbetrag verfügen. Auch darauf müssen Sie achten.
Sie möchten hohe Zinssätze?
Tipp: Wenn Sie schon ein großes Depot haben und vor
Gebühren für die Depotführung bezahlen, obwohl sie gar nicht handeln
oder kaum handeln, dann können sie das ganze Depot an eine andere Bank
verschieben. Die Übertragung von einem Depotkonto ist in der Regel
kostenlos, obwohl sie - mit viel Arbei, nicht für Sie - sondern für die
Bank verbunden ist. Die Bank hofft auf einen kräftig handelnden Kunden.
die Kosten für den Kauf haben sie schon bei der anderen Bank bezahlt, bei
der neuen Bank zahlen sie nichts. Wenn sie später einmal das Depot
auflösen wollen, übertragen sie das ganze Depot an eine Bank, bei
welcher der Verkauf so wenig wie möglich kostet.
Viele Banken hoffen beim Angebot von einem
kostenlosen Depot auf viele Ankäufe und Verkäufe von Wertpapieren.
Sofern sie diese Absicht verfolgen, schauen sie sich genau die Gebühren für
den Ankauf und Verkauf der jeweiligen Bank an. Oft fallen dann die
Depotgebühren gar nicht mehr ins Gewicht, weil die Ankaufsgebühren und
Verkaufsgebühren bei manchen Banken so viel niedriger sind. Insbesondere
wenn sie mit dem Wertpapierankauf und Wertpapierverkauf Geld verdienen
wollen, brauchen sie ein Depot und eine Bank, bei der gerade diese Gebühren
für den Handel niedrig oder fast bei Null liegen.
Beim Wertpapierdepot unterscheidet man zwischen dem
Eigendepot (es enthält die Wertpapiere aus dem Eigenhandel der Bank), dem
Fremddepot = Anderdepot = Treuhanddepot (dieses Depot enthält Wertpapiere
aus Kommissionsgeschäften), dem Pfanddepot (es enthält verpfändete
Wertpapiere der Kunden der Bank) und dem Sonderpfanddepot (enthält die
beschränkt verpfändeten Wertpapiere der Kunden der Bank). Der
Normaltypus ist das Eigendepot.
Depotkonten können nur von Kreditinstituten oder
anderen Finanzdienstleistungsinstituten angeboten werden. das hat der
Gesetzgeber so geregelt. Man kann ein Depotkonto wie ein Girokonto als
Einzelkonto führen oder auch als Gemeinschaftskonto. Wenn man ein Konto
als Gemeinschaftsdepot führt, muss genau die Weisungsbefugnis vertraglich
festgelegt werden. Mit der Eröffnung von einem Wertpapierdepot ist der
Abschluss von einem Depotvertrag zwischen der depotführenden Bank und dem
Depotkunden erforderlich. Der Vertrag regelt alle Anlegerrechte und
Anlegerpflichten. Dazu gehören Bezugsrechte, Einzahlungspflichten sowie
die Regelung bei Abfindungsangeboten und Übernahmeangeboten.
Die Wertpapiere werden normalerweise in der
Girosammelverwahrung bei der Bank verbucht. Die Wertpapiere sind nur als
virtuelle Guthaben auf dem Girosammeldepotkonto verfügbar. Sie können
also normalerweise nicht in die Bank gehen und ihre Papiere aus dem Depot
holen. Es gibt kein solches direkt anfassbares Depot. Käufe von
Wertpapieren, Verkäufer von Wertpapieren und Übertragungen auf andere
Konten erfolgen nicht mehr durch die direkte Bewegung von physischen
Wertpapieren. Es gibt nur noch eine virtuelle Übertragung von
Depotguthaben auf Depotkonten.