ETF ´s: Die richtigen
Entscheidungen treffen.
Wer will schon gerne bei der Auswahl der ETF´s
gravierende Fehler machen?
ETFs haben in den letzten Jahren einen unglaublichen
Boom erlebt. Jedes Jahr gibt es Steigerungsraten zweistelligen Bereich.
Trotzdem sind vielen Kleinanlegern ETFs bisher nicht bekannt. Vielleicht
liegt es an der fehlenden Informationsvorbereitung, das noch so viele
Kapitalanleger und Privatkunden dieser Investitionsmöglichkeit bisher
nicht oder nicht ausreichend nutzen?
Institutionelle Anleger nutzen ETFs bereits seit
Jahren und genießen die Vorteile dieses Anlageinstruments. ETFs sind so
einfach. Man spricht oftmals auch vom Indextracking, weil der Sinn der
meisten ETFs ist, einfach den Verlauf eines Index identisch nachzubilden.
Die Spezifizierung des ETFs hängt davon ab, welchen Index man nachbilden
will. Auch wenn es früher zumeist die großen Indices waren, so kommen
immer mehr Indizes, zum Beispiel von Rohstoffen, Edelmetallen,
Luftfahrtindustrie, Energiebranche, Windenergie, allgemeine regenerative
Energien, Nahrungsmittel, und so weiter, hinzu. Je mehr die Nachfrage nach
ETFs steigt, desto mehr wird darüber nachgedacht spezielle Indices
abzubilden und dafür Käufer zu finden. ETFs verfolgen erster Linie die
Absicht eines passiven Portfoliomanagements.
Sie möchten hohe Zinssätze?
Anleger, die besonders renditeorientiert sind, kaufen
in der Regel keine ETFs. Hintergrund ist einfach, dass Indices nie so gut
performen, wie Einzelwerte oder Spezialwerte. Leute, die wirklich das
Risiko suchen, sollten sich deshalb an Einzelwerte und Spezialwerte
halten. Aber auch bei den ETFs gibt es natürlich risikoreichere
Anlageformen. Wenn man sich zum Beispiel Kernenergie ETFs ausgewählt hat,
dann ist es schon eine sehr spezielle Wahl und das Risiko ist größer.
Zum Beispiel nach dem Erdbeben in Japan und den Gaus bei den
Atomkraftwerken sind gerade diese ETFs extrem unter Druck gekommen und die
Inhaber dieser ETFs hatten große Verluste. ETFs sind also nicht
risikolos.
ETFs sind günstiger als Investmentfonds, aber sie
sind natürlich auch nicht kostenlos beim Kauf und Verkauf. Bei ihnen sind
neben den Managementgebühren für Verwaltung und Unterhalt auch sonstige
Kosten wie zum Beispiel für Prüfungen, Vertrieb, Transaktionen und
Prospekte zu tragen. Auch gibt es eine Geld-Brief-Spanne zwischen
Verkaufspreis und Kaufpreis. Natürlich fallen auch die üblichen Gebühren
für den Börsenhandel an. Dazu gehören die Orderprovision, die
Maklercourtage und eventuelle Abwicklungsentgelte. Die Managementkosten,
welche ebenso wie bei den Investmentfonds jährlich anfallen, liegen
normalerweise zwischen null und einem Prozent. Allerdings sind sie meist
viel niedriger als bei Investmentfond, da ja eigentlich nur der Index
nachgebildet werden soll. Je spezieller die Ausrichtung eines ETFs ist,
desto höher sind die Nebenkosten. Einen Ausgabeaufschlag gibt es bei den
ETFs in der Regel nicht, wenn sie nicht direkt über die
Investmentgesellschaft verkauft werden.
Wer doch spekulativ mit ETFs handeln will, für den
bietet die Terminbörse EUREX die Möglichkeit, Optionen und Futures auf
zahlreiche ETFs zu handeln. Es gibt verschiedene Emittenten. Im Vergleich
zu den sonst üblichen Börsen gehandelten Termingeschäften weisen die
Kontrakte auf die ETFs normalerweise ein geringeres Kontraktvolumen auf.
Dadurch werden sie für private Anleger interessanter.
Die Vorteile von ETFs lassen sich einfach
zusammenfassen: ETFs verursachen im Verhältnis zu anderen Anlageklassen
geringe Kosten, zeigen eine hohe Flexibilität und es gibt kein
Emittentenrisiko. Die Anlageklasse zeigt eine hohe Transparenz und hohe
Liquidität. Durch die Zusammensetzung der ETFs wird eine hohe
Diversifikation erzeugt. Die breite Streuung in der Anlage entsprechend
der Indizes verringert das Risiko eines Totalausfalls der Anlage.